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Allgemein gelten für die berufliche Exposition mit elektromagnetischen Feldern geringere Sicherheitsfaktoren als für die breite Öffentlichkeit, da der Personenkreis der beruflich Exponierten aus Fachleuten besteht, die unter kontrollierten Bedingungen für die Dauer einer Arbeitstätigkeit elektromagnetischen Feldern ausgesetzt sind.

Zum Schutz vor schädigenden Einwirkungen von elektromagnetischen Feldern des Mobilfunks bei Arbeiten in der Nähe von Mobilfunkantennen ist grundsätzlich der Aufenthalt  innerhalb der unten angeführten Sicherheitsabstände zu vermeiden. Bei diesen Sicherheitsabständen handelt es sich um Mindestabstände von der Antenne. Für die verschiedenen Antennentypen gibt es unterschiedliche Sicherheitsabstände. Diese richten sich nach der Art der Antenne und der Sendeleistung.

Beim Mobilfunk werden drei Typen von Antennen unterschieden

  • Die Rundsendeantenne oder Stabantenne gibt ihre Sendeenergie gleichmäßig in einem Bereich rund um die Antenne ab.
  • Der beim Mobilfunk am häufigsten eingesetzte Antennentyp ist die Sektorantenne, die in ihrer Bauform einem kleinen Kasten mit trapezoider Grundfläche ähnelt. Diese sendet nur in eine Richtung (wie der Lichtkegel einer Taschenlampe) und versorgt den Sektor einer Funkzelle. Links und rechts von der Antenne sowie ober- und unterhalb und an der Rückseite sind die elektromagnetischen Felder sehr gering.
  • Die Richtfunkantenne hat die Form einer Trommel, normaler Weise mit einem Durchmesser von 30 cm oder 60 cm, und bündelt die elektromagnetischen Wellen, sodass die Feldausbreitung einem unsichtbaren Rohr zwischen der Antenne und der Empfangsstation gleicht. Richtfunk wird dort eingesetzt, wo keine Verbindung über Kabel zum Festnetz möglich ist. Links und rechts von der Antenne sowie ober- und unterhalb und an der Rückseite sind die elektromagnetischen Felder extrem gering.
Drei Typen von Mobilfunkantennen
Quellen: kathrein.de, pixelquelle.de

Eine weitere Unterscheidung findet anhand des Einsatzbereichs und der Sendeleistung und somit der Größe des zu versorgenden Gebiets statt. Makrostationen, die ein größeres Gebiet versorgen und deshalb mit höherer Sendeleistung arbeiten, haben einen größeren Sicherheitsabstand. Mikrozellen hingegen, die nur einen relativ kleinen Bereich abdecken und mit niedrigen Sendeleistungen arbeiten, haben einen geringeren Sicherheitsabstand.

Makrostationen sind auf eigenen Masten, auf Hochspannungsmasten oder auf Gebäuden angebracht. Hauptsächlich werden dort Sektorantennen eingesetzt. Mikrostationen sind kleinere Anlagen mit geringer Leistung, die meist eine Stabantenne verwenden.

Makrostation
Quelle: kathrein.de

Bei den Mikrostationen unterscheidet man Outdoor- und Indoor-Anlagen. Outdoor-Anlagen dienen zur Mobilfunkversorgung im städtisch eng bebauten Gebiet, wo viele Menschen telefonieren wie z.B. in Fußgängerzonen. Ihre Sendeleistung ist sehr gering und mit der eines Mobiltelefons vergleichbar. Indoor-Anlagen, also Innenraum-Antennen, werden im Inneren von (großen) Gebäuden eingesetzt, wo eine Versorgung von außen nicht möglich ist (z.B. Tiefgaragen, Einkaufszentren). Ihre Sendeleistung ist noch geringer als die eines Mobiltelefons.

Richtfunkantennen dienen zur Datenübertragung von einer Basisstation zum Mobile-Service-Switching-Center (MSC) und retour, wofür die Funkwellen sehr stark gebündelt werden. Dadurch  können sie mit extrem niedriger Leistung betrieben werden. Damit die Funkverbindung nicht gestört oder unterbrochen wird, ist ein Aufenthalt vor der Antenne zu vermeiden. Deshalb darf die Antenne auch nicht mit Abdeckmaterialien wie z.B. Metallfolie umhüllt werden.

Antennenart Sicherheitsabstand in Hauptsenderichtung (Mindestabstand in Metern)
Sektorantenne 2,7 m
Rundsendeantenne 1,5 m
Mikrostationen 0,4 m
Innenraumantenne 0,3 m
Richtfunkantenne (kein Aufenthalt vor der Antenne, wegen Abschattung) 0,3 m
   

Wenn die angegebenen Sicherheitsabstände arbeitstechnisch nicht eingehalten werden können, ist die weitere Vorgehensweise mit der Hausverwaltung und/oder dem Hauseigentümer und mit dem/den Betreiber(n) der Mobilfunkanlage(n) abzustimmen, um ausreichenden Schutz zu gewährleisten. So ist z.B. eine Leistungsreduktion oder sogar die Abschaltung für die Dauer der Arbeiten möglich.

Weitere Entwicklungen

In Zukunft werden für die Übertragung von größeren Datenmengen, die zur Steuerung von Geräten bzw. selbstfahrenden Autos etc. („Smart City“) notwendig sind, höhere Frequenzen herangezogen werden (5G). Höhere Frequenzen haben in der Luft eine geringere Reichweite sowie – etwa bei 10GHz ­– eine viel geringere Eindringtiefe in das Gewebe. Dies wird dazu führen, dass die Dichte der Antennen größer wird und neue Grenzwertüberlegungen getroffen werden müssen.

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